Kompetenz
Home Nach oben

 

Nach oben
Nachricht
Forgas
Didaktik
Lieder
Schule-Wirtschaft
Berufsbildung
Evaluation
Kompetenz

Kompetenzorientierte Curricula

Referat im Rahmen des Seminars "Bildungspolitik"
Prof. Dr. Claudia Solzbacher im SS 2001

weiterführende Links:

Lehrpläne und Materialien Thüringen

Inhalte der Folien:

 

Struktur des Referats

Definition des Kompetenzbegriffs
Ziele der kompetenzorientierten Curricula
Beispiele für die Umsetzung
Änderung des Leistungsbegriffs
Kriterien für Bewertung und Beurteilung
Problematisierung

 

Ganzheitlicher Kompetenzbegriff

Kompetenz ist mehr als die Fähigkeit, Wissen aufzunehmen, zu speichern und wiederzugeben
Kompetenz soll auf den Menschen in seiner Ganzheit abstellen (Ganzheitlichkeit)
Kompetenz soll eine umfassende Handlungskompetenz in der Gesellschaft sein

 

Kompetenz

Handlungskompetenz:

Fachliche Kompetenz
Methodische Kompetenz
Persönliche / Soziale Kompetenz

 

Theoretischer Hintergrund

Änderung der Anforderungen an Schule
Entwicklung von der Industrie- zur Kommunikationsgesellschaft
Problemlose Verfügbarkeit von Wissensspeichern (Internet, Datenbanken)
Focus auf die Informationsbeschaffung und Informationsorganisation

 

Änderung des Leistungsbegriffs
(Klafki 1985)

Von der Fixierung auf die Ergebnisse zu prozessorientierten Leistungskriterien
Lösung gemeinsamer Aufgaben in lernenden Gruppen
Von der Fremdbeurteilung zur Selbst- und Mitbeurteilung durch Schüler
Keine Beurteilung über, sondern für die Schüler, Beurteilung als Prozesswerkzeug

 

Entwicklung

Von der strikten Orientierung am Fachwissen...
...garniert mit ein paar „übergreifenden" Lernzielen...
...zur gleichwertigen Orientierung an allen drei Kompetenzbestandteilen

 

Beispiel für die Umsetzung

Rahmenrichtlinien Latein Niedersachen Stand 1980 / 1982
Lehrpläne Latein Thüringen
1999

 

Kernpunkte Lehrpläne Thüringen

Gemeinsame Grundbildung
Fachliche Ziele werden von einem ganzheitlichen Kompetenzmodell aus beschrieben
Lehrpläne beschreiben Standards und sichern Gestaltungsspielräume
Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Kernproblemen (Klafki)

 

Vergleich

Niedersachsen 1980

Leistung ist mündliche und schriftliche abprüfbar
Lernziele sind Sprache und historischer Hintergrund
Affektive Lernziele beinhalten als Subziele Selbstverwirklichung und soziale Verantwortung

Thüringen 1999

Leistung ist Kompetenzerwerb
Lernziel ist das Erlernen von Kompetenzen anhand der fremden Sprache und Kultur
Gleichgewichtung der drei Kompetenzbereiche

 

Meßbarkeit / Kontrolle

Meßbarkeit der Kompetenzen nimmt ab
Fachwissen ist relativ problemlos zu bewerten
Wie misst und bewertet man methodische oder soziale Kompetenz?

 

Kriterien der Methodenkompetenz

Art der Aufnahme, Speicherung, Wiedergabe und Bewertung von Informationen
Nutzung von Wissensspeichern und neuen Medien
Art der Präsentation von Arbeitsergebnissen

 

Kriterien der Selbstkompetenz

Ausdauer und Zielstrebigkeit bei der Aufgabenlösung
Fähigkeit zur Selbstkontrolle und –einschätzung
Fähigkeit, mit Misserfolgserlebnissen umzugehen
Wille zu selbständigem Handeln

 

Kriterien der Sozialkompetenz

Fähigkeit, mit Partnern zu kooperieren und im Team zu arbeiten
Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen
Fähigkeit, mit Konflikten umzugehen
Fähigkeit, partner- und situationsgerecht zu handeln

 

Weg der VWA OS-EL

Fachwissen wird auf „klassische" Art durch Klausuren geprüft
Andere Kompetenzen:
- Fallstudien
- Präsentationen
- Teamaufgaben
- Prüfungsgespräche
- „Assessment Center"

 

Änderung der Lehrkompetenz

Nicht nur Vermittlung von Fachwissen
Vermittlung von methodischer Kompetenz
Vermittlung von persönlicher Kompetenz
Aber:
Haben Lehrer selbst die fachliche, methodische und persönliche Kompetenz für diesen veränderten Auftrag???

 

Änderung der Lehrerrolle

Vom Wissensvermittler zum Methodentrainer
Vom Beamten zum EducationManager
Vom Beurteiler zum Prozessgestalter
Vom Fach-Mann zum ganzheitlichen Erzieher
Lehrer als Coach der Schüler?

 

Methodische Probleme

Bewertung der methodischen und sozialen Kompetenz „in Schulnoten" ist nicht praktikabel
„Teamfähigkeit 2,2" sagt nichts
Frage nach einheitlichen Kriterien
Frage nach einheitlichen Maßstäben
Frage nach der Interpretation