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Prüfungen aus dem Bereich "Persönliche und Soziale Kompetenz"

 

Abschlußprüfung Persönliche und Soziale Kompetenz Köln 1995

Fallstudie:

Gesprächsnotiz:

Vorgesetzter: Herr Meier, Sie hatten mich um ein Gespräch gebeten. Ich habe jetzt Zeit für Sie. Was ist Ihr Anliegen?

Mitarbeiter: Ich will Ihnen offen sagen, was mich bewegt. Ich möchte eine Gehaltserhöhung haben. Seit drei Monaten führe ich nun die Arbeit eines Gruppenleiters und nicht mehr die eines Sachbearbeiters aus. Da müßte ich die nächste Gehaltsstufe bekommen.

Vorgesetzter: Sachte, sachte. Wollen wir erst einmal gemeinsam prüfen, ob Sie wirklich bereits alle Funktionen eines Gruppenleiters voll erfüllen. Nehmen wir den Punkt „Unterschriftsvollmacht" heraus. Der Gruppenleiter prüft und unterschreibt die Vorgänge seiner Gruppe. Dieses Recht konnte ich Ihnen noch nicht zugestehen. Sie wissen selbst, daß Sie noch teilweise unsicher sind.

Mitarbeiter: Aber weitaus die meisten Vorgänge billigen Sie auch, es gab nur einige kleine Fehlentscheidungen von mir.

Vorgesetzter: Sie haben zwar Recht, daß Sie nur selten nicht richtig entschieden haben, aber gering wären die negativen Folgen nicht gewesen. Denken Sie an zwei Fälle. (Der Vorgesetzte führt sie im Einzelnen aus.)

Mitarbeiter: Aber diese Kritik kenne ich schon.

Vorgesetzter: Das stimmt sachlich, aber solange in dieser Hinsicht keine grundlegende Besserung eingetreten ist, muß ich die Vorfälle wieder erwähnen. Eine wesentliche Eigenschaft des Gruppenleiters zeigen Sie bereits: Sie gehen stets geschickt mit Ihren Mitarbeitern um, Sie handeln ruhig und abgewogen, auch in Streßsituationen.

Mitarbeiter: Sehen Sie, dann ist doch die Gehaltserhöhung berechtigt. Ich führe richtig.

Vorgesetzter: Gehen wir Ihre Stellenbeschreibung im Einzelnen durch. Wegen der Übernahme der Führungsaufgabe und damit der neuen Aufgabenstellung habe ich Ihnen noch keinen Auszubildenden zugewiesen, dessen Schulung wäre aber eine Ihrer Pflichten.

Mitarbeiter: Das muß ich doch können, wenn ich mit den älteren Mitarbeitern gut auskomme.

Vorgesetzter: Alte sind nicht junge Mitarbeiter, obwohl ich wie Sie annehme, daß Sie auch Auszubildende erfolgreich anleiten werden.
Ich unterbreite Ihnen einen Vorschlag: Nach drei Monaten, also insgesamt sechs Monaten Gruppenleitertätigkeit setzen wir uns wegen Ihres Gehaltes noch einmal zusammen. Dann kann ich auch endgültig sagen, wie sicher Sie bei der Entscheidungsfindung sind und ob Sie auch Auszubildende erfolgreich führen können.

 

 

Aufgabe 1

Bearbeiten Sie die dargestellte Fallstudie eines Mitarbeitergesprächs anhand folgender kommunikationspsychologischer Modelle / Instrumente:

Transaktionsanalyse (Ich-Zustände, Transaktionen)
Kommunikationsmodell von Schulz von Thun (Nachrichtenquadrat)
Aktives Zuhören

a) Erläutern Sie grundsätzliche Inhalte der Modelle / Instrumente (20 P.)

b) Analysieren Sie einzelne Aussagen (bzw. Aussagen und darauf folgende Reaktionen) anhand der oben genannten Modelle / Instrumente (20 P.)

 

 

Aufgabe 2

Beurteilen Sie das Gesprächsverhalten des Vorgesetzten hinsichtlich seiner Kommunikationsfähigkeit. (10 P.)

 

Fragen

Frage 1

Beschreiben Sie die Ziele der Organisationsentwicklung und geben Sie eine Definition des Begriffes „Organisationsentwicklung". (10 P.)

 

Frage 2

Erläutern Sie, warum Organisationsentwicklung erforderlich ist und welche Veränderungen Organisationsentwicklung bewirken kann. (10 P.)

 

Frage 3

Beschreiben Sie die Systematik des planmäßigen Vorgehens bei der Organisationsentwicklung und beurteilen Sie zwei Modellvarianten. (10 P.)

 

Frage 4

Erläutern Sie, was Unternehmenskultur ist und woran starke Unternehmenskulturen zu erkennen sind. (10 P.)

 

Frage 5

Beschreiben Sie die Notwendigkeit, warum Personalentwicklung in die Unternehmensstrategie integriert werden soll. (10 P.)

 

 

Bankbetriebswirt-Prüfung Köln 1996: Persönliche und soziale Kompetenz

 

 

Fallstudie

Gesprächssituation

Vorgesetzter: Herr Fischer, Sie hatten im Sommer drei Wochen Urlaub beantragt. Den kann ich Ihnen leider nicht gewähren.

Mitarbeiter: Das verstehe ich nicht. Wir kämen doch mit unserer Besetzung aus.

Vorgesetzter: Es geht nicht darum, ob unsere Arbeitsgruppe zu dieser Zeit funktionsfähig bleibt, sondern daß die Vorstandsentscheidung eingehalten wird. Davon müssen Sie ausgehen!

Mitarbeiter: Und warum darf man danach nicht drei Wochen ununterbrochen Urlaub im Sommer machen?

Vorgesetzter: Damit wir funktionsfähig bleiben.

Mitarbeiter: Aber das sind wir doch. Sie wissen, daß die eigenen Kunden zu dieser Zeit selbst Betriebsferien machen, andere mit verringerter Besetzung arbeiten und deshalb weniger bestellen.

Vorgesetzter: Bei uns ist das eben bürokratisiert. Wenn wir eine Ausnahme machen, dann kommen andere auch.

Mitarbeiter: Was steht genau in der Vorstandsentscheidung?

Vorgesetzter: Warum wollen Sie das wissen?

Mitarbeiter: Weil ich noch nicht überzeugt bin.

Vorgesetzter: Na, also, Sie sind aber hartnäckig. „Jede Arbeitsgruppe soll 50% ihrer Sollstärke nicht unterschreiten". Von Ausnahmen ist nicht die Rede, sehen Sie selbst.

Mitarbeiter: Dann müssen Sie eben mal fragen. Sie wissen, daß ich eine große Reise machen will, die geht aber nur zu dieser Zeit und dauert drei Wochen.

Vorgesetzter: Der Vorstand hat Besseres zu tun. Vorstandsbeschluß bleibt Vorstandsbeschluß. Ich weiß, warum der Vorstand so konsequent vorgeht. In einer wichtigen Abteilung kam es letztes Jahr durch einen Organisationsfehler des Abteilungsleiters zu einer starken Unterbesetzung mit entsprechenden negativen Auswirkungen.

 

 

Aufgabe 1

Bearbeiten Sie die dargestellte Fallstudie eines Mitarbeitergesprächs anhand folgender kommunikationspsychologischer Modelle / Instrumente:

Transaktionsanalyse (Ich-Zustände, Transaktionen)

Kommunikationsmodell von Schulz von Thun (Nachrichtenquadrat)

Aktives Zuhören

a) Erläutern Sie grundsätzliche Inhalte der Modelle / Instrumente (20 P.)

b) Analysieren Sie einzelne Aussagen (bzw. Aussagen und darauf folgende Reaktionen) anhand der oben genannten Modelle / Instrumente (20 P.)

Hinweis:

Die Analyse kann sich auf von Ihnen auszuwählende Gesprächsabschnitte beziehen und muß nicht das gesamte Gespräch abdecken.

 

Aufgabe 2

Beurteilen Sie das Gesprächsverhalten des Vorgesetzten, insbesondere im Hinblick auf fördernde und hemmende Verhaltensweisen. (10 P.)

 

 

Fragen (je 10 Punkte)

Die Einbeziehung eines externen Beraters in den OE-Prozeß hat Vor- und Nachteile. Beschreiben Sie die Vor- und Nachteile, kommen Sie zu einer Empfehlung und begründen Sie Ihre Meinung.

 

Beschreiben Sie den Unterschied zwischen Organisationsentwicklung und Organisationsplanung und erläutern Sie, warum Organisationsentwicklung sozialwissenschaftliche Aspekte anwendet.

 

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht gibt es Gründe, die gegen die Organisationsentwicklung sprechen. Welche sind dies und wie kann diesem begegnet werden?

 

Erläutern Sie, in welchem Zusammenhang Personalentwicklung und Unternehmenskultur stehen.

 

Personalentwicklung begleitet den Lebenszyklus eines Organisationsmitgliedes. Beschreiben Sie die Phasen und geben Sie Erläuterungen, wie das Unternehmen die Phasen begleiten kann